Gestatten, Sacha Gordinne

learvain daes, Besucher!

Mein Name ist Sacha Gordinne. Seit meinem zwölften Lebensjahr schreibe ich Geschichten aller Art – jedoch waren damals die wenigsten davon nur annähernd gut respektive gerade mal so weit ausgearbeitet, dass man eventuell den Anfang eines roten Faden hätte vermuten können. Ich war jung und begann gerade erst zu entdecken, was das Schreiberhandwerk für Geheimnisse vor meinen kleinen Fingern verbarg. Mein Kopf quoll über vor Träumen und Fantasien, denen es dringend nach Freiheit dürstete, und meine Fingerspitzen kribbelten jedes Mal vor Aufregung, wenn ich mal wieder meinem Hobby nachgehen konnte – doch dauerte es noch Jahre, bis ich mit meinen Texten soweit zufrieden war, dass ich mich traute, meine Geschichten meiner Mutter zu zeigen. Lebensjahre verändern schließlich nicht nur den Blickwinkel auf jene unzähligen Spektren des Lebens, sondern natürlich auch den eigenen Schreibstil. Ich wusste nicht was mich erwartete, während die Augen meiner Mutter geduldig über meine auf Papier geschriebenen Worte glitten. Waren meine Geschichten gut? Schlecht? Mittelmäßig? Ich war nervöser als ein Junge vor seinem ersten Sprung vom 3 Meter Brett. Nachdem meine Mutter nach einer gefühlten Ewigkeit zu Ende gelesen hatte, betrachtete sie mich eingehend. Ich bereitete mich bereits auf Kritik oder vielleicht sogar auf Lob vor. Ich meine, was sollte ich denn schon großartiges erwarten? Nun, egal, was ich vielleicht damals erwartete oder hoffte zu hören, es trat nie ein. Statt eines Gespräches über meine Geschichte oder eventuell über meine Stärken und meine Schwächen bekam ich als Antwort nur ein Lächeln – und sie lächelte auf die Art und Weise, wie nur die eigene Mutter einen anlächeln kann. Und von da an wusste ich, dass ich keine größere Bestätigung von meiner Mutter hätte bekommen können, um weiter an meinen Träumen festzuhalten. Im Nachhinein betrachtet denke ich, dass das vielleicht der entscheidende Punkt in meinem Leben war, der mich in meinem Tun soweit bestätigte, dass dieser Blog heute existiert und du gerade diesen Text hier liest. Deswegen an dieser Stelle nochmal: learvain daes – ich grüße dich.

Die Zeit schritt weiter. Mit 17 trat ich einer Administration eines Rollenspielservers für ein Computerspiel bei und leitete mit meinen damaligen Kollegen einige Jahre lang viele grandiose Abenteuer, welche allesamt aus unseren Federn stammten. Ich schrieb etliche Briefe, Gespräche, Erlasse, Steckbriefe, Drehbücher und so manche Tagebucheinträge für eine Fantasywelt, die mir sehr ans Herz wuchs. Mit jedem weiteren geschriebenen Text wurde mir immer mehr bewusst, dass das Schreiben eine zentrale Rolle in meinem Leben einnahm – und, rückwirkend gesehen, ahnte ich bereits damals, dass hinter stählernen Stangen aus unsortierten Gedankenschnipsel etwas wartete, was meine ganze Aufmerksamkeit in der Zukunft fordern würde. Doch bevor ich wirklich diesen Schleier lichten und sehen konnte, was sich dahinter verbirgt, musste ich leider Tinte und Feder beiseitelegen. Die Schule war nämlich vorbei und die Gesellschaft erwartete, dass ich eine Ausbildung begann und anfing für mein Leben Verantwortung zu übernehmen. Gerade noch ein Kind und mit einem Schlag ein junger Erwachsener… Ich trat aus dem Moderatorenteam aus, da ich nicht mehr die Zeit hatte, meinen Aufgaben dem Rollenspielserver und der Community gegenüber gerecht zu werden, und begann eine Ausbildung zum Uhrmacher. Es sollten 9 Jahre, diverse Schulungen und einen Meistertitel dauern, bis der immer lauter werdende Ruf meiner inneren Stimme zu mir durchdrang und mich daran erinnerte, was ich einst mit Herz und Seele liebte – das Schreiben.

Estalon ist eine Welt, die jede Aufmerksamkeit verdient. Hier auf diesen Blog habt ihr die Möglichkeit, meine Fortschritte, die ich bei Estalon erreiche, zu beobachten und mich auf meinem Weg zu begleiten. Ich werde euch hier, so oft es meine Zeit zulässt, über diese Fortschritte unterrichten. Ich hoffe, ihr werdet ebenso eine große Freude am Lesen gewinnen, wie ich sie am Schreiben habe. Schließlich ist Estalon eine ungreifbar große Welt voller Wunder und Geheimnisse, manche bereits ans Tageslicht geholt, andere noch unentdeckt, schlummernd.

Esta auf euren Wegen,

Sacha